Aufbau eines vollständig betriebsbereiten Aerospace-Lerncampus in nur sechs Monaten
TUM Ottobrunn-Taufkirchen Campus
Die Herausforderung
Die Technische Universität München (TUM) verfolgte das Ziel, einen der modernsten Standorte Europas für Forschung in Luft- und Raumfahrt sowie Geodäsie zu schaffen. In Ottobrunn-Taufkirchen, im Herzen des florierenden bayerischen Luft- und Raumfahrtclusters, war ein neuer Campus geplant, der mehr als 2.500 Studierende aufnehmen sollte – mit Hörsälen, Seminarräumen, Büros, technischen Bereichen und allen wesentlichen Campusservices.
Mit dieser ambitionierten Vision ging jedoch eine klare Vorgabe einher: Zwischen Projektstart und Eröffnung standen lediglich sechs Monate zur Verfügung.
Mit konventionellen Bauverfahren war dieser Zeitrahmen nicht realisierbar. Das Projekt erforderte einen Ansatz, der Geschwindigkeit, Präzision und langfristige Leistungsfähigkeit vereint – und gleichzeitig architektonische Qualität sowie eine von Beginn an zuverlässige Betriebsumgebung gewährleistet.
Unterstützt durch die Hightech Agenda Bayern und auf Landesebene politisch priorisiert, verlangte das Projekt nach einem Partner, der in der Lage war, eine vollständige Campusinfrastruktur in Rekordzeit zu planen, zu koordinieren und zu realisieren – ohne Kompromisse bei Sicherheit, Komfort oder Nachhaltigkeit einzugehen.
Unsere Lösung
Als Turnkey-Partner für sämtliche Raumlösungen realisierte Losberger De Boer einen kompletten Campus auf Basis einer intelligenten Kombination aus Hallensystemen, modularen Gebäuden und containerbasierten Einheiten. Die enge Zusammenarbeit zwischen der LB Group als Generalunternehmer und Losberger De Boer als Spezialist für temporäre und semi-permanente Gebäude ermöglichte ein einheitliches Konzept, schnelle Entscheidungsprozesse und eine präzise abgestimmte Umsetzung.
Ein Video der IB Firmengruppe zu den realisierten Gebäuden finden Sie HIER.
Schlüsselfertige Übergabe innerhalb von sechs Monaten
Innerhalb von nur sechs Monaten wurden mehr als 12.000 m² Bruttogrundfläche geplant, installiert und schlüsselfertig übergeben – darunter:
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Zwei große Hörsaalgebäude (25 × 40 m und 25 × 75 m, jeweils mit 7 m Seitenhöhe) mit insgesamt fünf vollständig ausgestatteten Auditorien.
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Ein zentraler Seminar- und Lehrbereich mit mehreren Unterrichtsräumen, Technikräumen und Sanitäranlagen.
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Eine 115 Meter lange interne Verbindungsachse – die „Magistrale“ – die alle Hauptgebäude miteinander verbindet und in ein helles Eingangsfoyer (15 × 60 m) mit Büros, einem multifunktionalen Bereich und barrierefreien Einrichtungen führt.
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Integrierte Sitz- und Lernbereiche entlang der Magistrale, die eine einladende Umgebung für Studierende schaffen.
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Ein vollständiges technisches Betriebszentrum, einschließlich einer modularen Feuerwache, eines zentralen Verwaltungsgebäudes und einer klimatisierten Fahrzeughalle.
Auf dem gesamten Campus wurden die Systembauten individuell an ihre jeweiligen Nutzungsanforderungen angepasst – von Hörsälen mit hoher Kapazität bis hin zu betriebskritischen Einsatz- und Funktionsgebäuden.
Zentrale Merkmale
Schnelle, koordinierte Realisierung
Die geforderte Geschwindigkeit konnte ausschließlich durch modulare und systembasierte Lösungen erreicht werden. Sämtliche Strukturen wurden vorgefertigt, optimiert und in schneller Abfolge montiert – für planbare Qualität und eine nahtlose Projektabwicklung.
Architektonische Qualität und Tageslichtkonzept
Großzügige Dachoberlichter schaffen helle, komfortable Innenräume, während blaue Fassaden in Pfosten-Riegel-Konstruktion den Gebäuden eine moderne und zugleich einheitliche Identität verleihen.
Nicht brennbare, normgerechte Dachkonstruktion
Alle Dächer wurden mit A0-zertifizierten Sandwichpaneelen ausgestattet und erfüllen damit höchste Anforderungen an Brandschutz und Energieeffizienz.
Intelligente Gebäudetechnik
Ein campusweites, KI-gestütztes Automatisierungssystem steuert Beleuchtung, Klimatisierung und Energieflüsse in Echtzeit. Dadurch wird der Energieverbrauch um bis zu 23 % reduziert und gleichzeitig ein konstant hochwertiges Raumklima sichergestellt.
Barrierefreies, komfortorientiertes Design
Automatische Türen mit Infrarotsensoren, barrierefreie Sanitäranlagen und durchdachte Erschließungswege ermöglichen eine inklusive und komfortable Nutzung des gesamten Campus.
Vollständiges Betriebs- und Einsatzzentrum
Das modulare Betriebszentrum umfasst:
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eine 10 × 20 m große Fahrzeughalle (4,7 m Seitenhöhe) mit vier großen Sektionaltoren,
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eine zweigeschossige Feuerwache mit Aufenthaltsräumen, Umkleiden, Duschen und Büros,
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ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude mit Büros, Besprechungsräumen und einer großzügigen Dachterrasse.
Alle Bereiche sind vollständig klimatisiert und verfügen über außenliegende Verschattungssysteme zur Steigerung der Energieeffizienz.
Ergebnis
Der Campus in Ottobrunn-Taufkirchen zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Geschwindigkeit, Präzision und Anpassungsfähigkeit in einem ganzheitlichen Konzept vereint werden. Entstanden ist eine Lern- und Forschungsumgebung, die in Erscheinungsbild und Funktionalität einem dauerhaft errichteten, maßgeschneiderten Campus entspricht – jedoch in einem Bruchteil der Zeit, die mit konventionellen Bauverfahren erforderlich gewesen wäre.
Studierende und Lehrende profitieren von:
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hellen und modernen Lehrumgebungen,
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optimaler Klima- und Energieeffizienz,
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einer klaren und intuitiven Campusführung,
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einer zuverlässigen Infrastruktur für den täglichen Betrieb und den Einsatz von Notfalldiensten.
Das Projekt hat sich in kurzer Zeit zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt und zeigt, wie moderne System- und Modulbauweise groß angelegte akademische und technologische Entwicklungen wirkungsvoll unterstützen kann.
Warum Losberger De Boer
Der Aerospace-Campus der TUM erforderte mehr als eine einzelne Gebäudelösung. Gefragt war ein Partner, der in der Lage ist, unterschiedliche Gebäudetypen mit jeweils spezifischen funktionalen Anforderungen innerhalb eines engen Zeitrahmens und unter einheitlicher Koordination zu realisieren.
Losberger De Boer bot:
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Hallensysteme, modulare Gebäude und Containereinheiten aus einer Hand,
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präzises Engineering und eine schnelle Umsetzung,
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einen integrierten Projektansatz ohne Schnittstellenverluste und Verzögerungen,
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Lösungen, die sich flexibel an zukünftige akademische und betriebliche Anforderungen anpassen lassen.
In Ottobrunn-Taufkirchen wurde Vielseitigkeit zur Stärke: Ein Campus mit vielfältigen Anforderungen erhielt eine durchgängige, zukunftsfähige Gesamtlösung.
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Geschäftsführer Losberger De Boer Deutschland