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Alles andere als Standard – eine 250 m maßgeschneiderte Lagerhalle

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Der Bau einer Lagerhalle klingt zunächst nach einem standardisierten Auftrag. Dies gilt aber nicht für diese 250 Meter lange Lagerhalle, welche sich mitten in einem Schneefall starkem Gebiet befindet und zudem eine Erweiterung einer vor 3 Jahren erbauten Halle ist.

Unser Projektmanager für Hallen und Industriezelte Lars Karl berichtet im Insight-Interview von der schlüsselfertigen Lieferung für den Seilbahnenexperten Doppelmayr aus Österreich.

Die heutige Doppelmayr-Lagerhalle ist in vielerlei Hinsicht besonders. Unter anderem, weil sie in zwei Etappen gebaut wurde, richtig?

„Ja genau. Den ersten, insgesamt 152 m langen Teil des Lagerkomplexes haben wir bereits vor drei Jahren auf dem Firmengelände der Doppelmayr Seilbahnen GmbH errichtet. Im Frühjahr 2021 kam dann die Erweiterung um 100 m dazu, da die ursprüngliche Halle ihre Kapazitätsgrenzen erreichte.“

Zum Einsatz kam eine 20 m breite und 5,20 m hohe Induflex-Industriehalle, warum hat sich Doppelmayr für diesen Hallentyp entschieden?

„Die Induflex ist unsere flexibelste Industriehalle und bietet einige Vorteile, die bei diesem Projekt zum Tragen kamen. Zum Beispiel lässt sie sich mit verschiedenen Dach- und Wandbekleidungen ausstatten und ist dank ihrer Eurocode-konformen Bauweise sehr robust und widerstandsfähig. Diese Eigenschaften waren im Hinblick auf den Standort in Wolfurt, Österreich besonders wichtig.“

Welche speziellen Anforderungen sollte sie erfüllen und wie konntet ihr diese umsetzen?

„Allen voran sollte sie vollisoliert sein, um auch temperaturempfindliche Güter und Waren lagern zu können. Dafür haben wir unsere Induflex mit einem maßgeschneiderten Dach und Sandwichwänden ausgestattet. Außerdem sollte sie hohen Schneelasten von 215 kg am Boden und 172 kg im Dach standhalten. Um das zu ermöglichen, haben wir den Binderabstand von 5 auf 4 m gekürzt und in der Traufe zusätzlich ein Fachwerk eingesetzt. Wir haben also mehrere Komponenten angepasst, um unserem Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten.“

Warum spielt das Gewicht eine so große Rolle?

„Bei der Hallenplanung sind statische Vorgaben entscheidend. Um am Ende eine Eurocode-konforme Halle auszuliefern betrachten wir unsere Projekte allumfassend. In die statischen Berechnungen fließen alle Informationen ein: vom Rahmen bis zur Verankerung und natürlich auch die örtlichen Wind- und Schneelasten. Dabei gilt, je schwerer die Last auf dem Dach, desto stärker die Rahmenkonstruktion und das Profil. Ein größeres Profil ist für unsere Kunden ein Kostenpunkt, den sie abwägen müssen. Daher ist uns eine transparente Kostenkalkulation und gute Beratung wichtig, in der wir individuelle Möglichkeiten im Detail besprechen.“

Was war die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

„Die größte Herausforderung bestand darin, dass wir das Dach so anpassen mussten, dass es genau den Anforderungen des Kunden entsprach und gleichzeitig stabil genug war, um dem Klima standzuhalten. Doch mit der richtigen Ausrüstung und einer Brise Erfindergeist konnten wir auch dieser Herausforderung meistern.“

Am Ende habt ihr die Lagerhalle schlüsselfertig übergeben. Was kann man sich darunter vorstellen?

„Wird eine Raumlösung schlüsselfertig übergeben, kann der Kunde sie prinzipiell sofort nutzen. Dafür sind verschiedene Vorbereitungen nötig, die wir gerne mitübernehmen. Für Doppelmayr haben wir alle wesentlichen Projektschritte von der Statik, über die Ausstattung bis hin zur Komplettmontage der Halle übernommen. Das umfasste die statische Berechnung inklusive Erweiterung, die Produktion und den Einkauf aller Bauteile und Komponenten wie Rolltore, Lichtkuppeln oder Heizgeräte sowie die Koordination von Material und Personal vor Ort, um die Halle frist- und budgetgerecht fertigzustellen.“

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